Ansprache in der Christlich-Jüdischen Gemeinschaftsfeier im Pfalzbau zu Ludwigshafen am 07. März 2015
Keywords:
interreligiöser Dialog, Christentum, Judentum, Woche der BrüderlichkeitAbstract
Der Kirchenpräsident der Pfalz Christian Schad reflektiert in seiner Ansprache die historische Verantwortung christlicher Gemeinden im Kontext der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere im Hinblick auf ihr weitgehendes Schweigen während der Novemberpogrome 1938 und der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Dazu erzählt er vom Novemberpogrom wie er sich in Ludwigshafen ereignete und davon, dass auch bei Plünderungen von Geschäfts- und Wohnhäusern jüdischer Bürger und der Niederbrennung der Synagoge in der Kaiser-Wilhelm-Straße keine Solidarität aus Gesellschaft oder Kirche bekundet wurde. Er betont die Notwendigkeit der Erinnerung, Reue und praktischen Solidarität mit gegenwärtig Verfolgten, um der historischen Schuld gerecht zu werden und menschliche Würde zu wahren. Seine Rede beschließt er mit einem Appell an Versöhnung und für ein gemeinsames Engagement für Gerechtigkeit und Frieden im Geiste der jüdisch-christlichen Verbundenheit.

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