Die Bedeutung Jerusalems für Christen
Memorandum vom 14. November 1994
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Heilige Stadt, Respekt, Religionsfreiheit, Versöhnung, Israelisch-arabischer FriedensprozessZusammenfassung
Lange galten die Beziehungen zwischen den Kirchen und Christen in Jerusalem als eine Hypothek für die universale Ökumene. Ähnlich wie im politischen Bereich zwischen Israel und den Palästinensern hat es Anfang der 90er Jahre im Verhältnis der Jerusalemer Kirchen zueinander eine Entwicklung zu Dialog und Kooperation gegeben. Ein wichtiger Beleg für die gewachsene Ökumene der Zeichen in Jerusalem ist ein gemeinsames Memorandum von zwölf Patriarchen und Führern von Kirchen bzw. christlichen Gemeinschaften in Jerusalem. In dieser ökumenischen Denkschrift wird Jerusalem als Heimat für Juden, Christen und Muslime bedacht und ein freier Zugang zu seinen heiligen Stätten gefordert. Beim nachfolgenden Jahrestreffen zwischen der Regierung Israels und den christlichen Gemeinschaften in Jerusalem am 28. Dezember 1994 bezog sich Premierminister Yitzhak Rabin auf diesen Text, wies darauf hin, daß die Kirchen in Jerusalem seit 1967 einen Status erreicht hätten, den sie nie unter früheren Regierungen erlangt hatten, und erklärte, die berechtigten Anliegen der christlichen Gemeinschaften in Jerusalem erforderten keinen besonderen politischen Status der Stadt Jerusalem.

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