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A Shift in Jewish-Lutheran Relations?

A Lutheran contribution to Christian-Jewish dialogue with a focus on antisemitism and anti-Judaism today, Documentation No. 48, January 2003

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  • Lutheran World Federation / Lutherischer Weltbund

Keywords:

Interreligiöser Dialog, Christentum, Judentum, Lutherische Theologie, Antisemitismus, Bekämpfung

Abstract

Die Dokumentation analysiert die Entwicklung der jüdisch-lutherischen Beziehungen und zeigt auf, dass trotz signifikanter Fortschritte seit dem Zweiten Weltkrieg Antisemitismus und Antijudaismus weiterhin eine Herausforderung darstellen. Ein reflektiertes christliches Selbstverständnis muss die jüdische Tradition nicht nur respektieren, sondern als integralen Bestandteil der eigenen Theologie anerkennen, wobei insbesondere die bleibende Erwählung Israels betont und die Substitutionslehre verworfen wird. Die lutherische Theologie sieht sich daher in der Verantwortung, ihre eigene Tradition kritisch zu hinterfragen, insbesondere im Hinblick auf Martin Luthers antijüdische Schriften, deren Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart reicht. Die Förderung eines respektvollen Dialogs durch theologische Bildung und interreligiöse Kooperation wird als essenziell erachtet, um bestehende Vorurteile abzubauen und langfristig zu überwinden. Trotz bereits erzielter Fortschritte erfordert eine authentische Versöhnung weiterhin erhebliche Anstrengungen, um gegenseitiges Verständnis zu vertiefen und eine nachhaltige Verständigung zwischen beiden Traditionen zu ermöglichen.
Die Dokumentation vereint wissenschaftliche Aufsätze zu Grundfragen wie Antijudaismus und Christologie mit Berichten aus neunzehn Ländern. Zuletzt werden wichtige vergangene Stellungnahmen von 1983, 1984 und 2001 in die Publikation aufgenommen.

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Posted

2003-01-01