Die Reformation und die Juden. Eine Orientierung
Keywords:
Interreligiöser Dialog, Christentum, Judentum, Reformation, Martin LutherAbstract
Die Orientierung „Die Reformation und die Juden“ wurde im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 erstellt und beleuchtet die ambivalente Haltung Martin Luthers gegenüber den Juden. Während Luther in seiner frühen Schrift von 1523 „Daß Jesus Christus ein geborener Jude sei“ für eine tolerantere Integration plädierte, forderte er später, insbesondere 1543 in der Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“, eine systematische Ausgrenzung und Vertreibung. Diese Positionen hatten langfristige Auswirkungen auf den Protestantismus. Während sich im 19. Jahrhundert der Pietismus der Frühschrift Luthers annahm, wurde im 20. Jahrhundert, insbesondere im Nationalsozialismus, Luthers judenfeindliche Spätschrift für antisemitische Zwecke instrumentalisiert. In der Stellungnahme zum Reformationsjubiläum 2017 zeigen die Verfasser auf, dass es nötig ist, diese Texte in ihrem Kontext zu reflektieren.

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