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Botschaft zum Tag des Judentums „Glauben lernen im Angesicht des Judentums“ vom 17. Januar 2022

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  • Bischof Manfred Scheuer, Bischof von Linz und Referatsbischof für Ökumene und Beziehungen zum Judentum

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Interreligiöser Dialog, Christentum, Kiddusch ha-Schem, Eschatologie

Zusammenfassung

Bischof Manfred Scheuer ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Öku-mene und Beziehungen zum Judentum verantwortlich. Vor seiner Weihe zum Bischof 2003 hatte er eine intensive Lehrtätigkeit in Freiburg, Salzburg und St. Pölten wahrge-nommen. Die Ernennung zum Bischof der Diözese Innsbruck erreichte ihn als Profes-sor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Trier. Papst Franziskus ernannte ihn 2015 zum Bischof von Linz. Bischof Scheuer richtet in seinem bischöflichen Wirken sein Augenmerk auf Menschen am Rande der Gesellschaft. Ein großes Anliegen ist ihm das Miteinander der Religionen, wobei er seine theologischen Äußerungen und Wortmeldungen zentral der Beziehung der Kirche zum Judentum widmet. Besonders zum Tag des Judentums am 17. Januar solidarisiert er sich mit dem jüdischen Volk. Angesichts der Last der Geschichte hätten Christinnen und Chris-ten dem Judentum mit einer von Umkehr und Buße geprägten Haltung zu begegnen. Der Name Gottes sei durch die Ermordung von sechs Millionen Juden in der Schoa geschändet worden. Das Judentum sei für das Christentum unverzichtbar, um sich selbst zu verstehen. Die Besinnung auf die jüdischen Wurzeln des Christentums sei heilsnotwendig. Christinnen und Christen könnten viel von der religiösen Praxis von Jüdinnen und Juden lernen. Und die Kirche verstehe ihre eigene Existenz als eine „Teilhabe an der Erwählung Israels“. 

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Veröffentlicht

2022-01-17