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Erklärung „Lasst uns reden!“ vom 7. Oktober 2024

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  • Papst Franziskus

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Interreligiöser Dialog, Judentum, Christentum, Islam, Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023, Menschlichkeit, Empathie, Antisemitismus, Bekämpfung

Zusammenfassung

Zum ersten Jahrestag des terroristischen Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat der Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) erklärt, „mit ihrer Fassungslosigkeit, Trauer und Wut“ stünden Jüdinnen und Juden oft allein. Es gibt keine kräftige Solidarität mit Israel und den Angehörigen der Ermordeten und Verschleppten, wohl aber eine erschreckende Zunahme an Juden- und Israelhass. Als katholische Mitglieder des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim ZdK bedrücke sie der Schmerz der jüdischen Kolleg*innen und Freund*innen zutiefst. Viele haben Angehörige und Freunde in Israel, trauern um die Opfer, bangen mit den Familien der Geiseln. Jedoch frage sich, warum dieses jüdische Leid die Mehrheit der Menschen in Deutschland so kalt lasse. Demgegenüber sei es ein Gebot der Menschlichkeit, Mitgefühl mit den Opfern des 7. Oktobers 2023 zu haben und Solidarität mit Jüdinnen und Juden zu zeigen. Es gebe jedoch auch eine religiöse Pflicht, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Liebe einzusetzen, was in allen drei abrahamitischen Religionen gilt. Deshalb suche der Gesprächskreis „Juden und Christen“ auch das Gespräch mit dem Nachbargesprächskreis „Christen und Muslime“; er könne den Nahostkonflikt in Deutschland nicht lösen – aber er könne gemeinsam der Logik der Verfeindung entgegentreten und das Gespräch führen.

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Veröffentlicht

2024-10-07